bestview gmbh

Medienbericht, Glattaler vom Freitag, 14. Januar 2011

Auch ohne Helsana bleibt René Kramer Dübendorf treu
Nach 14 Jahren in der Konzernleitung von Helsana erreicht René Kramer mit 60 die Altersgrenze für Konzernleitungsmitglieder.

Seit 25 Jahren lebt René Kramer in Dübendorf. Dass die Krankenversicherung Helsana, deren Konzernleitung er 14 Jahre lang angehörte, vor 6 Jahren in seine Nähe zog, sei aber Zufall gewesen. «Wir haben damals die möglichen Standorte mit externer Unterstützung genau evaluiert», sagt Kramer. Seit 2004 arbeiten rund 2000 Mitarbeitende im markanten Gebäude neben dem Bahnhof Stettbach und machen die Helsana-Gruppe zu Dübendorfs grösstem Arbeitgeber.

Eigene Position abgeschafft

Dass es Helsana als moderne Versicherungsgruppe überhaupt gibt, daran war Kramer aktiv beteiligt: Als Mitglied der Artisana-Geschäftsleitung spielte er eine wesentliche Rolle beim Zusammenschluss der Krankenkassen Helvetia und Artisana zu Helsana im Jahr 1996. Zwischen 2000 und 2010 leitete er den neu geschaffenen Konzernbereich Firmenkunden und machte in dieser Zeit Helsana zum grössten Firmenversicherer der Branche.

Nach zehn Jahren hat Kramer mit der neuen Strategie und Struktur von Helsana seine eigene Position abgeschafft. Bis zum Jahresende leitete Kramer als stellvertretender CEO das Change-Programm bei Helsana.

Derzeit geniesst er das erste Sabbatical seines Lebens, bevor er im Sommer mit seinem 60. Geburtstag die statutarische Altersgrenze erreicht und aus der Helsana-Konzernleitung ausscheidet.

An Ruhestand denkt René Kramer nicht. Schliesslich hat er erst im Februar 2010 ein Masterstudium als International Executive MBA erfolgreich abgeschlossen: «Ich wollte mich noch mal durchrütteln.» Krankenkassenberatung mit einem Büro in Dübendorf läge nahe. «Dafür habe ich schon viele Anfragen», sagt Kramer. Aber er möchte lieber etwas Neues machen: Neben alten und neuen Verwaltungsratsmandaten plant er, kleine und mittlere Unternehmen zu beraten und zu coachen. «Durch den Kontakt mit unseren Firmenkunden kenne ich deren Bedürfnisse gut», sagt er. «Sie brauchen einfache, günstige, schnell umsetzbare Ideen und Lösungen und haben kein Geld für 100-seitige Strategiepapiere.»

Trotz der beruflichen Belastung ist er mit der ganzen Familie seit über 15 Jahren im Curling-Club Dübendorf aktiv und hatte vier Jahre lang auch ein Mandat in der Sekundarschulpflege Dübendorf-Schwerzenbach. Gefragt nach einem politischen «Wiedereinstieg», meint Kramer: «Die Erfahrung habe ich sicher, auf meiner Prioritätenliste stehen jedoch andere Projekte oben.»
(pd, Glatttaler, 14. Januar 2011)